Kreislaufwirtschaft

Vor vielen Jahren hat Norske Skog Golbey damit begonnen, eine auf eine Kreislaufwirtschaft ausgerichtete Strategie bei den mit dem Kerngeschäft verbundenen Tätigkeiten, der Herstellung von Zeitungspapier oder Koprodukten, zu entwickeln.

Norske Skog Golbey unterstützt die Entwicklung neuer Branchen zugunsten der Kreislaufwirtschaft und fördert die Ansiedlung neuer Akteure in der Industrie auf dem Gebiet. Dabei heben sich besonders drei Tätigkeitsbereiche hervor: Ökomaterialien, pflanzliche Chemie und grüne Energie.

Die Ziele dieser Vorgehensweise sind vielfältig und passen zu unserem Engagement:

  • Verstärkte Beteiligung an der Kreislaufwirtschaft
  • Dynamisierung der örtlichen Industriestruktur durch die Ansiedlung neuer Akteure
  • Schaffen neuer Einkünfte dank der Aufwertung industrieller Ko- und Unterprodukte, der Schaffung neuer Dienstleistungen und Synergien.

Unsere Teams, verankert in unserem Gebiet, arbeiten eng mit den Forschungslabors und Universitäts- sowie Lehrzentren zusammen, im Kontakt mit neuen Unternehmern und bei  Behörden in der Gegend.

Nachstehend sehen Sie einige Beispiele laufender / abgeschlossener Projekte

  Ökomaterialien

Zweck des Projektes: Verwertung der Asche aus der Verbrennung unserer Produktionsabfälle (Schlämme).

Nach der Forschungs- und Entwicklungsarbeit mit Unterstützung der ADEME hat dieses Projekt zu einer Zusammenarbeit mit dem Elsässer Unternehmen Heinrich & Bock geführt. Diese verwenden unsere Asche für die Herstellung von Pflastersteinen für Außengelände.+

Andere Absatzmöglichkeiten und die Entwicklung weiterer Produkte befinden sich noch im Forschungsstadium.

Dieses Projekt wird finanziell von der ADEME unterstützt.

  Energie

Zweck des Projektes: Bau einer Produktionsanlage für Biogas auf Basis unserer Abwässer aus der Papierfabrik

Nach dem Setzen des ersten Steins am 13. Juli 2016 und monatelanger Baustelle konnten wir auf dem Gelände von Golbey zahlreiche Gäste begrüßen, darunter auch Investoren und Partner, sowie Vertreter/innen der territorialen Instanzen, bei der Eröffnung der Produktionsanlage für Biogas am 28. Juni 2018.

Neben der Schaffung neuer Einkünfte hat diese Anlage zahlreiche Vorteile:

  • Reduzierung unseres CO2-Abdrucks und der Emissionen von fossilem CO2,
  • Wiederverwendung unserer Abwässer in der Kreislaufwirtschaft,
  • Reduzierung unseres Stromverbrauchs und der Verwendung chemischer Produkte im Rahmen der Abwassserbehandlung,
  • Das Projekt entspricht unserem Engagement für die Umwelt und unserer Vorgehensweise in Sachen Corporate Social Responsibility (CSR),
  • Dieses Projekt befindet sich vollkommen im Einklang mit dem Engagement der französischen Regierung bei der Entwicklung von Bioenergien.

Dieses Projekt hat Finanzzuweisungen von der Agence de l’Eau Rhin-Meuse und der ADEME erhalten.

  Pflanzliche Chemie

Zweck des Projektes: Aufwertung unserer Koprodukte aus Holz bei der Produktion eines natürlichen Extraktes für die Kosmetikindustrie und Nahrungsergänzungsmittel.

Norske Skog Golbey hat ein Verfahren entwickelt und ein Patent hinterlegt, um die Koprodukte aus Holz, die für die Herstellung von Papier nicht geeignet sind, in stark konzentriertes Pulver interessierender Moleküle umzuwandeln. Dank des Know-hows unseres Partners Harmonic Pharma konnten wir die Eigenschaften des natürlichen Extraktes aus diesem Pulver nachweisen. Diese erweisen sich als sehr interessant für die Kosmetikbranche oder für Nahrungsergänzungsmittel.

Der Prozess ist zurzeit in der Bewertungsphase bei verschiedenen potenziellen Kunden. Wir erwarten, im Verlauf des kommenden Jahres mit der industriellen Herstellung beginnen zu können.

Das Projekt Le Bois Santé© wird im Rahmen des operativen Programms FEDER-FSE Lorraine et Massif des Vosges 2014 – 2020 von der Europäischen Union sowie dem FUI, der Region Grand Est und dem Départementrat der Vogesen mitfinanziert.

Gesamtkosten des Projekts: 3,2 Mio€
Subventionsbetrag FEDER : 260.000 €
Subventionsbetrag des Staates (FUI) : 325.000 €
Subventionsbetrag der Region Grand Est: 631.000 €
Subventionsbetrag des Départementrats der Vogesen: 82.000 €

Zweck des Projektes: Herstellung von Molekülen mit hoher Wertschöpfung aus dem Wasser des Zerfaserungsprozesses des Holzes für die Kosmetik- und Pflanzenschutzindustrie.

Hier handelt es sich um ein Partnerschaftsprojekt mit dem IPHC (Institut Pluridisciplinaire Hubert Curien) und Lermab. Extraktproben befinden sich in der Bewertungsphase bei verschiedenen potenziellen Kunden und sind bereits jetzt für die Nutzung in der Kosmetik zugelassen. Die Ergebnisse werden für Ende 2018 erwartet. Wenn sie sich als positiv erweisen, besteht die zweite Phase des Projektes darin, auf dem Gelände in Golbey eine Pilotanlage zur Demonstration der Technologie zu bauen.

Dieses Projekt wird finanziell von der ADEME unterstützt.

Zweck des Projektes: Konstruktion einer Bioraffinerie

In Partnerschaft mit der Firma Arbiom besteht das Projekt Bioskog in einer Machbarkeitsstudie, um die Zweckdienlichkeit einer Produktionsanlage für Zucker auf Basis von Holz zu bewerten. Daraus sind zwei neue Projekte entstanden:

  • Sylfeed: ein Projekt, das acht europäische Partner vereint, deren Ziel es ist, eine Demonstrationsfabrik zu bauen, in der Holz zuerst in Zucker und dann in Proteine umgewandelt werden kann, für Tiernahrung; dieses Projekt wird von der BBI (gemeinsames Unternehmen – Europa) in Höhe von 11 Mio € kofinanziert.
  • Sylchem: ein Projekt, das drei Partner vereint. Dieses Mal ist das Ziel die Bewertung der Qualität der Zucker und des Lignins (Koprodukt) aus der Zersetzung des Holzes bei den chemischen Anwendungen. Dieses Projekt wird in Höhe von 3 Mio € von der ADEME kofinanziert.

Zum heutigen Tage ist das Projekt Bioskog auf den Bau einer Bioraffinerie ausgerichtet, die insbesondere die nachhaltige Herstellung alternativer und qualitativ hochwertiger Proteine für Tiernahrung ermöglicht. Es befindet sich aktuell noch in der Phase der Forschung und Finanzierung. Die Genehmigung der Konstruktion eines Vorführers wird für Ende 2018 erwartet.

Das Projekt Bioskog wird im Rahmen des operativen Programms FEDER-FSE Lorraine et Massif des Vosges 2014 – 2020 von der Europäischen Union sowie der Region Grand Est kofinanziert.

Gesamtkosten des Projekts: 800.000 €
Subventionsbetrag FEDER: 195.000 €
Subventionsbetrag Grand Est: 195.000 €